Wie funktioniert ein Automatikwerk

Bei der Auswahl einer neuen Uhr sind nicht nur Form und Farbe ausschlaggebend. Auch nicht nur Zifferblatt, Anzahl der Zeiger und das Design, Datumsanzeige oder nicht. Viele fragen sich natürlich auch, ob es sich lohnt mehr zu investieren und sich eine Uhr mit Automatik-Antrieb zuzulegen. Wer das jedoch möchte, der sollte wissen wie eine Automatikuhr funktioniert.

Der Ursprung jeder Bewegung in einem mechanischen Uhrwerk ist Kraft. Diese Kraft ist nötig um die im Federhaus verpackte Zugfeder zu speichern. Klingt kompliziert ist aber einfach erklärt. Bei einem Automatikwerk handelt es sich grundsätzlich um ein normales mechanisches Uhrwerk mit einem raffinierten Zusatzmechanismus. Dieses raffinierte Add-On wandelt kinetische Energie in potentielle Energie um. Ganz einfach: Wenn der Träger der Automatikuhr in Bewegung ist, wird diese Bewegung genutzt um die Zugfeder zu spannen. Das heißt alle Automatikwerke basieren alle auf ein und demselben grundlegenden Prinzip. Mit Hilfe von Bewegungsenergie wird durch einen kugelgelagerten Rotor Schwungmasse auf eine Feder übertragen. Dadurch wird die Zugfeder gespannt. Denkbar einfach. Viele Automatikuhren haben einen Sichtboden, das heißt der Rotor ist einfach zu erkennen. Wenn man die Uhr nun in Bewegung setzt sieht man wie der bewegliche Rotor, und damit das oberste Teil des Uhrwerks mit schwingt. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Feder in ihre ungespannte und ursprüngliche Form zurück will – Dadurch wird dann die angesprochene Antriebskraft generiert. Die dadurch entstehende Energie, wird weitergeleitet an das Räderwerk. Dieses besteht aus Minutenrad, Zwischenrad und Sekundenrad.

Bildlich gesprochen, kann man sich das Räderwerk wie nacheinander geschaltete Zahnräder vorstellen. Direkt am Federhaus angekoppelt ist das große Minutenrad, dass als erste Einheit die Antriebskraft der Feder absorbiert. Es sind genau 60 Minuten, die das Minutenrad für eine vollständige Umdrehung benötigt. Doch wie kommt die Uhrzeit auf das Zifferblatt? Das sogenannte Minutenrohr verbindet das Rad mit dem Minutenzeiger auf dem Zifferblatt. Das Zwischenrad ist dem Minutenzeiger nachgeschaltet. Das Zwischenrad wiederum ist mit dem Sekundenrad verbunden. Dieses Sekundenrad benötigt exakt 60 Sekunden für eine Umdrehung. Eigentlich logisch. Nun kommen wir zur Funktion der Hemmung. Die Aufgabe hierbei ist das Bündeln der Anrtiebskraft, diese Kraft also zu hemmen. Die Energie des Federhauses soll nicht zu schnell freigesetzt werden – Deshalb auch der Begriff Hemmung – Diese Funktion sorgt also für den richtigen Takt.